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Historie

Der Hammerbrook lag östlich vor der historischen umwallten Stadt Hamburg und der Vorstadt St. Georg, ursprünglich als feuchtes Marschgelände unbesiedelt und vor allem als Viehweide genutzt. Das änderte sich allerdings um die Mitte des 19. Jahrhunderts, als Lindley nach dem großen Brand von 1842 die Stadterweiterung nach Osten durch die Trockenlegung des Brooks plante. Hierzu sollte ein orthogonales Straßen- und Kanalsystem mit großen Grundstücken entstehen; dies wiederum waren zwischen Wasserstraßen und Straßen eingespannt, so dass sie sich, verkehrlich gut erschlossen- hervorragend für gewerbliche Nutzungen eigneten. Damit transformierte Lindley die überkommenen althamburgischen Kaufmannsgrundstücke in die Moderne.

Die Erhaltung der Gesamtanlage der „Schokoladenfabrik“, bestehend aus dem Kesselhaus mit Schlot, dem Fabrikations- und dem Lagergebäude, den Freiflächen und der Zufahrt mit dem historischen Pflaster, liegt wegen der geschichtlichen Bedeutung als historische Fabrikanlage und als Dokument des historischen Hammerbrooks sowie zur Bewahrung charakteristischer Eigenheiten des Stadtbildes im öffentlichen Interesse.

Die historischen Gebäude für Fabrikation, Lagerung und Energieversorgung der Firma Reese & Wichmann (Schokoladen-, Kakao- und Zuckerwarenfabrik), „jeder kennt die Weihnachts-Schokokringel mit den bunten Streuseln“ entstand nach dem Bau der Bahnlinie 1908 nach Plänen des Architekturbüros Th. Speckbötel als Ersatz für die alte Anlage in der Altstadt am Speersort, die den Durchbruch  der Mönkebergstraße weichen musste. Die neue Fabrik ist mit einer Betriebsdampfmaschine von 300 PS, einer elektrischen Kraft- und Lichtanlage, einer Kältemaschine und einer großen Reihe moderner Arbeitsmaschinen ausgerüstet gewesen. Bis in die 1990er Jahre war es später der Sitz der Glas-Linsenfabrik „Hoya Lens“.